Montag, 2. April 2012

Deo selber machen

Auf vielen amerikanischen Blogs ist das Selber Machen von Deos ein grosses Thema. Da ich ja von großem Forschergeist beseelt bin, musste ich das natürlich sofort austesten. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ein Produkt aus vier günstigen Zutaten, die ich auch noch alle im Haus hatte, so gut sein soll wie ein gekauftes Deo. Schließlich suggeriert uns die Pflegeindustrie, dass Stinken ein High-Tech-Problem ist. Da werden sogar 48-Stunden-Deos entwickelt, dabei ist mir kaum eine Situation bekannt, die einen volle zwei Tage lang davon abhält, sich mal einen Schluck Wasser unter die Achseln zu werfen. Vielleicht die Rallye Paris-Dakar, aber das macht man ja auch nicht ständig.

Wie das duftet...

Herkömmliches Deo enthält Aluminium, das wird in Verbindung gebracht mit allen möglichen gesundheitlichen Übeln von Alzheimer bis Brustkrebs. Ob das immer so stinmmt, können wir als Laien nicht nachvollziehen. Andererseits befinden sich meine Achselhöhlen in relativer Nähe zu meinen Brüsten (ich gebe zu, der Abstand war schon mal kleiner...) und da möchte ich dann doch kein Risiko eingehen.

Das folgende Rezept habe ich so oder ähnlich auf vielen amerikanischen Seiten gefunden:

Zutaten:
-1/4 Tasse Soda (Natron)
-1/4 Tasse Speisestärke
-2 EL Kokosfett
-Teebaumöl
-Lavendelöl (oder etwas Zitrusartiges, es sollte in erster Linie gut riechen)

Das Kokosfett wird in der Mikrowelle oder im Topf geschmolzen, das Natron und die Stärke eingerührt und jeweils fünf Tropfen Teebaumöl und Lavendelöl zugegeben. Sollte die Masse nicht glatt, sondern eher klumpig sein, noch etwas geschmolzenes Fett dazu.  In ein Marmeladenglas damit und fertig, das Deo wird beim Abkühlen fest.
Kokosfett ist übrigens ganz einfach Palmin (aber nicht Palmin soft, da sind noch andere Fette zum Weichmachen drin).

Anwendung:
mit einem Löffelstiel oder einem hölzernen Eisstiel etwas Deo loskratzen (ich hatte schon erwähnt, dass das Zeug fest ist), zwischen den Fingern oder der Handfläche verreiben und ab damit unter die Arme.

Mein Fazit:
Das wirkt! Leider ist die Anwendung ein bisschen umständlicher als bei normalen Deos, da hat mir die Industrie was voraus, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden und freue mich, dass ich wieder ein bisschen Chemie aus meinem Leben streichen konnte.


Und zum Schluss erzähle ich noch kurz, warum ich eine neue Handynummer habe, Mama hat schon vermutet, ich hätte jetzt ein Smartphone - Mama, ich doch nicht! Dafür habe ich einen Smartpo, ich habe nämlich mit meinem Hintern die Tastensperre meines Handys deaktiviert (es steckte in der rechten Gesässtasche), mich durch diverse Menüs getippt und meine PIN geändert, alles mit einer Arschbacke! Leider hatte sich mein Gesäss die neue PIN nicht gemerkt, und da ich natürlich nicht mehr wusste, wo die Handyunterlagen sind (ich schiebe das jetzt mal auf die aluminiumhaltigen Deos, mit denen ich jahrzehntelang meine Hirnzellen abgetötet habe...) musste ich eine neue SIM-karte kaufen, weil das billiger war, als die alte Karte zu entsperren.

@Kathrin: bevor Du jetzt zum Kühlschrank rennst und Palmin suchst - ich habe da schon mal was vorbereitet!

@alle anderen: viel Spass beim Selber Machen!



Kommentare:

  1. Als könntest Du Gedanken lesen... Ich war die Aktion Deo tatsächlich schon gedanklich angegangen. Seit Anfang der Woche wird mir übrigens so richtig klar, dass Ihr bald kommt, und ich freue mich schon SOOOOO !!!
    Die Geschichte mit dem Handy ist köstlich. Erinnerst Du Dich an Leos "Mama, da ist ein Stopschild"?
    Ganz liebe Grüße von Kathrin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich erinnere mich, und wie tröstlich, dass Du Deine Handyunterlagen auch nicht mehr gefunden hast!

      Löschen
  2. *LOL* Dein Smartpo is ja lustig.
    Habe ein sehr ähnliches Deo vor einer Woche selbstgemacht und bin auch total begeistert... Natron habe ich noch extra fein gemahlen, damit nix kratzt beim auftragen, fiunktioniert super selbst bei 30°C (zwei mal täglich auftragen)Benutze aber mehr Stärke als Natron.
    GLG
    ein DIY-Fan

    AntwortenLöschen
  3. Hallo
    Schöne Blog haste hier.
    Danke fürs teilen :)

    L.G.-Hayat

    AntwortenLöschen
  4. Vielen Dank für das einfache tolle Rezept, werde ich morgen mal direkt probieren, da ich auch ein Interesse an selbstgemachtem Deo habe.

    LG
    http://tiamels.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
  5. Hast du schon mal daran gedacht, den Kokosöl Anteil zu vergrößern?
    Dann müßte das Deo auch ein wenig gleitfähiger werden.
    Ich bin erst heute auf diesen Blog aufmerksam geworden und kann leider keinen Selbstversuch starten, weil es in Spanien eben kein Palmin gibt. Habe es aber meiner Tochter schon auf den Mitbringzettel geschrieben.

    AntwortenLöschen
  6. Hallo,

    das Rezept klingt super!Ich habe dennoch eine Frage (weil ich mich mit den Stoffen nicht so gut auskenne): Gibt es bei diesem Deo ein Haltbarkeitsdatum?

    AntwortenLöschen
  7. Hallo,
    vielen Dank für das Rezept.!
    Kokosfett gibt es auch natürlich im Glas / Bioladen oder sogar schon bei Edeka
    In Palmin sind chemisch gehärtete Transfette. Vom Verzehr und sonstigem Gebrauch kann ich nur abraten.
    sonnige Grüße

    AntwortenLöschen
  8. Vor der benutzung einer Mikrowelle muss ich auch unbedingt noch warnen!!!! Im Topf geht es doch auch ganz schnell ;-)

    AntwortenLöschen